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Minenräumung· Von ARMSMA

Minenräumung 2026: weniger Staaten an das Verbot gebunden, Opferzahlen weiter hoch

Dieser Artikel trennt die Zahlen für 2024, 2025 und 2026 und ist auf dem Stand vom 17. Oktober 2026. Der vollständige Landmine Monitor 2026 ist für November 2026 angekündigt und lag bei unserer Prüfung noch nicht vor; die Opferzahlen unten sind daher vorläufig.

Opfer: 2025 (vorläufig) und 2024

Am 16. Juni 2026 veröffentlichte der Landmine and Cluster Munition Monitor vorläufige Daten für Januar bis Dezember 2025. Minen und explosive Kriegsreste töteten oder verletzten mehr als 5 000 Menschen in 40 Ländern; die meisten Opfer meldete Syrien (1 602), gefolgt von Myanmar. Über 90 % der Opfer mit bekanntem Status waren Zivilisten. Der Monitor versteht diese Zahlen als Mindestwert und sagt, die Datenerfassung gehe weiter.

Der letzte vollständige Bericht betrifft 2024. Laut UN News (1. Dezember 2025) wurden 2024 insgesamt 6 279 Opfer erfasst, so viele wie seit vier Jahren nicht; Zivilisten machten 90 Prozent aus, Kinder fast die Hälfte. Da die Zahl für 2025 vorläufig und die für 2024 endgültig ist, sollte man beide nicht direkt vergleichen.

Austritte aus dem Ottawa-Vertrag: 2025-2026

Nach Angaben der ICBL sind fünf Vertragsstaaten, Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Polen, aus dem Vertrag ausgetreten. Laut ICBL wurden die Austritte von Estland, Lettland und Litauen am 27. Dezember 2025 und der von Finnland am 10. Januar 2026 wirksam. Polens Austritt wurde am 20. Februar 2026 rechtswirksam. Die Arms Control Association berichtet, alle fünf hätten ihre Notifikationen zwischen dem 27. Juni und dem 20. August 2025 hinterlegt, womit sechsmonatige Fristen begannen, und der Vertrag habe vor den Austritten 166 Vertragsstaaten gezählt. Dieselbe Quelle schreibt, die Ukraine habe im Juli 2025 angekündigt, den Vertrag auszusetzen ("suspend the operation"); die Vertragsstaaten hätten das zurückgewiesen, und die Ukraine habe das Treffen in Genf nicht besucht. Eine spätere Änderung des rechtlichen Status der Ukraine haben wir nicht bestätigt. Auf der anderen Seite vermerkt die Mitteilung des Monitors vom Juni 2026 den Beitritt des Libanon am 1. Mai 2026.

Ukraine: Verminung auf Landesebene

Die Schätzungen unterscheiden sich nach Methode und Datum. Im Juni 2025 zitierte UN News eine UNMAS-Schätzung von rund 139 000 Quadratkilometern kontaminierter Fläche, nach 174 000 zwei Jahre zuvor, da 35 000 Quadratkilometer als sicher erklärt wurden. Am 2. April 2026 bezifferte der Leiter der Minenräumung beim ukrainischen Katastrophenschutz die potenziell kontaminierte Fläche auf 133 300 Quadratkilometer, einschließlich besetzter Gebiete. Das sind Schätzungen potenzieller Kontamination, keine bestätigten Gefahrenflächen. Der Landmine Monitor 2025 zählt die Ukraine zu den massiv verseuchten Staaten.

Finanzierung

Der Landmine Monitor 2025 meldet laut Anadolu, dass die Räumung 2024 wegen geringerer Mittel und Unsicherheit zurückging, dass die Geberhilfe für Opferunterstützung (etwa 5 % der Minenräum-Finanzierung) um fast ein Viertel sank und dass das Einfrieren der US-Auslandshilfe Anfang 2025 die Lage verschärfte. Die Vertragsstaaten gaben 2024 1 114 Quadratkilometer Land frei. Eine überprüfte Gesamtsumme der internationalen Finanzierung haben wir nicht gefunden und nennen daher keine.

Ausblick

Der für November erwartete Landmine Monitor 2026 soll endgültige Opfer- und Räumungszahlen für 2025 sowie das Finanzierungsbild liefern.

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